Digitale Barrierefreiheit verständlich einordnen

Grundlagen, Standards und Rechtsrahmen der digitalen Barrierefreiheit. Verständlich erklärt für alle, die digitale Angebote zugänglich und nutzbar machen wollen.

Barrierefreiheit betrifft mehr Menschen, als man oft denkt

Digitale Angebote sollen für möglichst viele Menschen zugänglich, verständlich und selbstständig nutzbar sein. Barrierefreiheit schafft Zugang und verhindert, dass Menschen im digitalen Alltag ausgeschlossen werden.

16%

Menschen mit Beeinträchtigung

~ 1,3 Milliarden weltweit*

Der rechtliche und normative Rahmen digitaler Barrierefreiheit

Digitale Barrierefreiheit basiert auf internationalen Vorgaben, EU-Richtlinien, nationalen Gesetzen und technischen Standards.

Internationaler Rechtsrahmen

UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK)

Internationales Menschenrechtsübereinkommen

Für Österreich in Kraft seit 26. Okt. 2008

EU-Rechtsrahmen

Web Accessibility Directive, 2016/2102

EU Richtlinie für öffentliche Websites und Apps

in Kraft seit 22.12.2016

European Accessibility Act (EAA), 2019/882

EU Richtlinie für Produkte und Dienstleistungen

Anzuwenden ab 28. Juni 2025

Nationales Recht

WZG / BaFG

Öffentliche Websites und Apps, Produkte und Dienstleistungen in Österreich

WZG seit 2019, BaFG ab 28.06.2025

BITV 2.0 / BFSG

Öffentliche Websites und Apps, Produkte und Dienstleistungen in Deutschland

BFSG ab 28. Juni 2025

BehiG / BehiV

Öffentliche Angebote und digitale Zugänglichkeit in der Schweiz

In Kraft seit 1. Januar 2004

Technische Standards

WCAG 2.2

Web Content Accessibility Guidelines

seit 5. Oktober 2023

EN 301 549

Europäische Norm für digitale Barrierefreiheit

Entwurf V4.1.0, 2025-11

Dokumentationsstandards

VPAT 2.5Rev

Voluntary Product Accessibility Template

Editionen: WCAG, EU, 508, INT, April 2025

Warum automatisierte Checks nicht ausreichen

Automatisierte Prüfungen zeigen erste Hinweise auf mögliche Barrieren. Eine vollständige Bewertung entsteht erst im Audit, wenn automatisierte Checks durch manuelle Prüfung, Nutzungskontext und fachliche Einordnung ergänzt werden.

Automatisierte Checks

~30%
der relevanten Kriterien automatisiert prüfbar
vs

Vollständiger Audit

100%
der relevanten Kriterien fachlich bewertbar

Wie Prüfungsergebnisse dokumentiert werden

Der ACR hält fest, wie der geprüfte Bereich bewertet wurde. Er verbindet Anforderungen, Konformitätsstatus, Findings und Maßnahmen in einer strukturierten Dokumentation.

Barrierefreiheit schafft messbaren Mehrwert

Konforme digitale Produkte verbessern Zugang, Nutzung und Vertrauen über die Anforderungen hinaus.

  • +23%

    höhere organische Sichtbarkeit

    Accessibility unterstützt organische Performance. ¹

  • +27%

    mehr Keyword-Rankings

    Zugängliche Inhalte verbessern Auffindbarkeit. ¹

  • +53%

    stärkere Kundenbindung berichtet

    Barrierefreie Nutzung stärkt Vertrauen und Bindung. ²

  • +38%

    Umsatz- oder Conversion-Effekt berichtet

    Bessere Zugänglichkeit unterstützt digitale Abschlüsse. ²

  • ¹ Study on Accessibility and SEO (Accessibility Checker, 2025)
  • ² Study on Digital Accessibility (Capterra, 2024)

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